Ab ins kühle Nass!

Allgemein ist das Element Wasser für seine entspannende und wohltuende Wirkung bekannt. Den Babies ist Wasser bereits aus dem Mutterleib vertraut. Durch den Auftrieb sind alle Bewegungsabläufe sehr viel leichter zu vollziehen und gerade deshalb bietet sich diese Art der motorischen Bewegungsförderung geradezu an.

 

Wasser stimuliert die Sensorik und die Motorik Ihres Babys, es vermittelt neue Erfahrungen und schult die geistige Aufnahmefähigkeit Ihres Kindes bereits ab dem dritten Lebensmonat. Besonders empfehlenswert ist der Besuch eines Babyschwimmkurses ab dem vierten Lebensmonat. Hier werden Ihnen der sichere Umgang mit Ihrem Baby im Wasser, motorik- sowie sensorikschulende Übungen, muskelkräftigende Bewegungsabläufe und vieles mehr vermittelt - alles unter Anleitung kompetenter Kursleiterinnen. Dabei dürfen natürlich auch Singen, Spaß und Freude am Erleben nicht zu kurz kommen. Erfahren Sie mehr auf der Website unseres Partners AquaTerra Kurs- und Gesundheitszentrum.

Neben den bereits angedeuteten positiven Auswirkungen der regelmäßigen Wasserbewegung mit Ihrem Baby gibt es noch viele weitere Vorteile. 

Gymnastische Übungen im Wasser fördern ganz allgemein die Gesamtentwicklung Ihres Kindes. Allein durch das Vertrautwerden mit einem neuen Element erweitern Sie den Horizont und öffnen Blick Ihres Kindes. Zudem wird das Muskelsystem gestärkt, was gleichzeitig des Aufbau der Körperspannung begünstigt. Damit einher geht die frühzeitige Vorbereitung der Ausbildung des Hohlkreuzes, welches im höheren Kindesalter essentiell für das Erlernen des eigenständigen Schwimmens ist. Daneben wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt und die Atemtätigkeit verbessert. Der Organismus lernt weiterhin, seinen Wärmehaushalt besser zu regulieren, wodurch simultan das Immunsystem trainiert und gestärkt wird. Hierzu sei gesagt, dass es mitunter vorkommen kann, dass Ihr Kind im Wasser einen heißen Kopf bekommt. Viele Eltern nehmen an, das sei Fieber - dies ist jedoch nicht der Fall. Ein heißer Kopf beim Baby ist Ausdruck der „Arbeit im Körper“ - Immunsystem, Herz-Kreislauf-System etc. werden durch die Wasserbewegung angeregt und arbeiten auf Hochtouren. Dies äußert sich vor allem durch einen heißen Kopf.

Neben diesen positiven Auswirkungen auf die Systeme des Organismus werden auch viele sensorische und motorische Fähigkeiten geschult. Zunächst dient die Wasserbewegung dem Gleichgewichts- und Orientierungssinntraining. Auch das Erlernen der Koordination zwischen Auge und Hand bzw. Auge und Fuß sind wesentlich. Besonders das Abschätzen von Abständen zu Gegenständen, die selbst im Wasser schwimmen und so ihre Position unregelmäßig verändern, will gelernt sein und bedarf einiger Übung. Wenn Sie Bälle verwenden, sollten diese unterschiedliche Oberflächenstrukturen aufweisen (z. B. fillikid Bälleset), um auch die Großmotorik zu schulen. Gleichzeitig fördern Sie auch die Edu-Kineshetik. Edu-Kinesthetik ist ein Bereich, der im Bereich der Kindesentwicklung oft in den Hintergrund fällt und beschreibt Überkreuzbewegungen bzw. Das Überkreuzen der Körpermitte. Wie wir alle wissen, kontrolliert die rechte Gehirnhälfte unsere linke Seite und die linke Hirnhälfte die rechte Körperseite. Gerade für (spätere) Bewegungen, die die Körpermitte überkreuzen (einen waagerechten Strich malen, Ballsportarten, dribbeln,…), ist es wichtig, dass beide Gehirnhälften gut miteinander verknüpft sind, um eine Koordination dieser Bewegungen ohne Probleme zu ermöglichen.

Wie Sie sehen, werden bei Bewegungen im Wasser (fast) alle Sinne der Kinder geschärft - Sehen, Hören, Riechen, Tasten. Eine ganz neue Erfahrung (vor allem für die Kleinen bis 1 Jahr) ist die Schwimmhilfe Swimi. Lesen Sie mehr Details darüber in diesem Beitrag. Besonders hier wird das Gleichgewicht geschult.

Ab dem 13. Lebensmonat erlernen die Kinder in den Kursen von AquaTerra ebenfalls die eigenständige Fortbewegung im Wasser mittels Schwimmhilfe (Schwimmärmel, mehr dazu hier). Das stärkt auch das Selbstbewusstsein der Kleinen und fördert ihre Selbstwahrnehmung

Zu den körperlichen Aspekten kommen die sozialen Effekte hinzu. Natürlich wird das Kontaktverhalten zu anderen Babies verbessert. Im Vordergrund steht hier ganz klar die Stärkung der Mutter/Vater—Kind-Beziehung, indem Sie bewusst Zeit mit Ihrem Kind verbringen und diese mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen gefüllt wird. Gerade das intensive Erleben solcher Momente ist unvergesslich und stärkt die Beziehung nachhaltig von klein auf.

 

All diese Aspekte tragen zu einer sehr positiven Entwicklung und Förderung Ihres Kindes bei. 

Ich selbst war, seitdem ich mich erinnern kann, quasi jeden Tag im Wasser (natürlich bedingt durch die Arbeit meiner Mutter Annett) und es hat mir immer viel Spaß und Freude bereitet. Schon damals konnte ich (wenn auch unterbewusst) in den Genuss dieses einzigartigen Elements kommen und bis heute fasziniert es mich. Immerhin ist Wasser mit ca. 65% des Körpers ja auch ein großer Teil von uns ;-)

 

Bis zum nächsten Mal - 

Eure Julia.

 

Über Fragen, Feedback & Anregungen würde ich mich sehr freuen. Hinterlasst einfach eine Nachricht im Kontaktformular

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